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Kameradschaft lebendig gehalten

Foto: KammererDer Musikverein-Kurkapelle Schonach hat sich kürzlich auf den Weg in die Schweiz gemacht, um den befreundeten Musikverein Schindellegi-Feusisberg zu besuchen. Anlass der Reise in die südlich des Zürichsees gelegene Ortschaft war ein Großereignis: die "Sennenchilbi".

Schonach. Diese nur alle sechs Jahre stattfindende Brauchtumsveranstaltung lockte tausende Besucher an – mittendrin die 40 Musiker aus Schonach. Diese waren dabei nicht nur Gäste, sondern trugen an diesem Festwochenende auch zur musikalischen Unterhaltung bei.

Schonacher Musiker bringen ordentlich Stimmung ins Festzelt

Beim einstündigen Unterhaltungskonzert am Samstagabend brachten die Schonacher Musiker in gewohnter Manier ordentlich Stimmung ins Festzelt. Besonders gut kam dabei die Tischmusik an, worauf die Schonacher auch noch nach ihrem Auftritt von den Gästen angesprochen wurden.

Am Sonntag folgte nach dem großen Erntedankgottesdienst und einem Festbankett schließlich der Höhepunkt der "Sennenchilbi": der große Brauchtumsumzug. Auch hier war der Musikverein Schonach mit von der Partie. Über die Besonderheit des Umzugs zeigten sich allesamt begeistert: Ganze 40 Gruppen nahmen teil, beginnend mit den verschiedensten Tiergruppen, von Pferden über Ziegen, Schafe, Eseln und Hunden.

Vielerlei Traditionsdarbietungen vorgeführt

Danach ging es mit Musik und vor allem Traditionsdarbietungen weiter. Es wurde nicht nur gespielt und gejodelt, sondern auch geheuet, gekäst, geholzt, gemostet, gebacken, geimkert, gekeltert, geschnitzt und geturnt. Dazwischen wurden alte Landwirtschaftsmaschinen vorgeführt – und immer wieder gab es etwas Leckeres zu kosten. Gekrönt wurde der Umzug von herrlichem Herbstwetter und Panoramablick auf den im Tal gelegenen Zürichsee.

Direkt nach dem Umzug traten die Musiker schließlich wieder den Heimweg an – mit im Gepäck Erinnerungen an ein gelungenes, kameradschaftliches Wochenende und wissend, dass die seit 1993 bestehende Freundschaft zum Musikverein Schindellegi-Feusisberg weiterhin lebendig ist.